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Generation Y – Zukünftige Nachwuchskräfte

Veröffentlicht am Dienstag, den 12. Dezember 2017

Das große Geld verdienen, um so finanzielle Sicherheiten zu schaffen, ist ein Arbeitsmotto von gestern – die Nachwuchskräfte der Generation Y streben nach Spaß bei der Arbeit sowie einem Leben der Selbstverwirklichung und Individualität. Daraus resultiert eine gewisse Dynamik auf dem Arbeitsmarkt, welche für viele Veränderungen sorgt: Arbeitsmodelle müssen überdacht und modernisiert werden, um den Bedürfnissen einer neuen Generation entgegenzukommen. Das Verschieben der Prioritäten der Gen Y macht es für Unternehmen und Personaler unabdingbar, die Erwartungen und Motivatoren der künftigen Mitarbeiter genauestens zu verstehen. Nur so können attraktive Rahmenbedingungen geschaffen werden, die sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer zufriedenstellen.

Warum ist die Digitalisierung eines der Kernthemen der Generation Y?

Eines vorweg: Eine allgemeingültige Definition gibt es nicht, da die Fachpresse in einigen Aspekten unterschiedlicher Ansicht ist. Trotzdem gibt es einige Merkmale, die allgemeinere Gültigkeit besitzen. Als Generation Y ­– abgekürzt auch Gen Y – bezeichnet man demnach jene Generation, die zwischen 1980 und 2000 geboren ist. Die um die Jahrhundertwende geborenen und deshalb passenderweise oft auch Millennials genannten jungen Arbeitskräfte sind vor allem geprägt durch den Internetboom, die zunehmende Digitalisierung und die damit zusammenhängende Globalisierung. Sie zählen somit zu den ersten Digital Natives, da sie mit dem Internet aufgewachsen sind. Fürs Personalmarketing bedeutet das: Am Thema Digitalisierung führt im Kontext

Wofür steht Generation Y?

Der Buchstabe „Y“ im Begriff Generation Y charakterisiert eines der Merkmale dieser Generation: Spricht man diesen englisch aus, klingt er wie das Fragewort „why“ und deutet auf das permanente Infragestellen und Abwägen bestehender Strukturen hin. Für die Arbeitswelt bedeutet das wiederum, dass die Millennials insbesondere starren Arbeitsmodelle und klassischen Karrierewegen kritisch gegenüberstehen. Sie haben das Bedürfnis, ihrem Leben einen Sinn zu geben – und zwar auch dadurch, einem für die Gesellschaft sinn- oder wertvollen Job nachzugehen.

Was sind die Merkmale der Generation Y?

  • Sie legen viel Wert auf Teamwork.
  • Vernetzung mit anderen Young Professionals ist Ihnen wichtig.
  • Sie sind rund um die Uhr online.
  • Die Arbeit muss ihnen Spaß machen.
  • Sie zeichnen sich durch eine selbständige und unabhängige Arbeitsweise aus.

Generell wird die Gen Y als gut ausgebildet und stets informiert charakterisiert. Ihre Mitglieder haben ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und wissen genau, was sie von der Arbeitswelt erwarten – und übertragen diese Erwartungen auch auf ihren Arbeitgeber haben. Da sie als Digital Natives mit den neusten Technologien aufgewachsen sind, verbringen sie einen Großteil ihrer Zeit im Web 2.0 und zeigen große Ambitionen, stets Neues zu erlernen. Sie legen insbesondere viel Wert darauf, ihre Zeit sinnvoll zu nutzen.

Was wünscht sich die Generation Y auf dem Jobmarkt?

Die Charakteristiken der Gen Y geben Aufschluss darüber, was künftige Mitarbeiter in Bezug auf ihre Karriere motiviert und antreibt. Im Gegensatz zu vorangegangen Generationen möchte sie etwas verändern, und dabei so gut wie möglich die berufliche Autonomie und Selbstbestimmung wahren. Sie zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität aus, was viele Aspekte des Arbeitslebens angeht, welches sie zu idealen Young Professionals macht. Gleichzeitig erwarten sie von ihren Arbeitgebern aber auch die nötige Flexibilität, was beispielsweise die Gestaltung der Arbeitszeiten oder Weiterbildungsmaßnahmen betrifft. Die wichtigsten Stichworte für die Generation Y sind dabei flache Hierarchien sowie die sogenannte Work-Life-Balance.

Welche Herausforderung gibt es für das Recruiting der Generation Y?

Generation YEine Generation, die von Individualität und Selbstverwirklichung im Berufsleben träumt, ist für Unternehmen vor allem mit lockeren Arbeitsmodellen statt der klassischen Karrierewege zu begeistern. Um dem Wunsch nach einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit entgegen zu kommen, sollten Arbeitgeber sich um eine ausgewogene Work-Life-Balance bemühen, die Vereinbarung von Beruf und Privatleben. Statt des strikten 9-to-5-Alltags sind insbesondere flexible Arbeitszeiten sowie die Möglichkeit im Home-Office zu arbeiten, ein Anreiz für die jungen Nachwuchskräfte. Studien zeigen, dass die Arbeitsmotivation und Produktivität dadurch erhöht wird, dass der Arbeitnehmer die Option hat, seine Arbeitszeit flexibel einzuteilen. Daraus resultiert ebenso das Gefühl, dass die eigentlichen Aufgaben im Job auch eine Art Freizeitbeschäftigung sind, was zum Verschwimmen der Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit führen kann. Allerdings sind genau das Aspekte, die sich die Gen Y von ihrem Arbeitgeber erhoffen: ein Job, der Spaß macht und in dem sie sich selbst verwirklichen können. Noch attraktiver können sich Unternehmen dadurch gestalten, wenn sie nicht nur finanzielle Anreize bieten, sondern darüber hinaus emotionale ­– After-Work-Partys, CoWorking, Sabbatical sind nur einige der Themen, die für den modernen Arbeitgeber interessant sein könnten, um Nachwuchskräfte zu gewinnen.

Wie unterscheiden sich die Gen X und die Gen Y in der Arbeitswelt?

Die Werte und Erwartungen an das zukünftige Unternehmen der Generation Y unterscheiden sich in einigen Merkmalen zu denen ihrer Vorgängergeneration. Im Gegensatz zur Generation X zeichnen sich die Millennials durch ein hohes Bildungsniveau aus. Die Mehrheit von ihnen hat eine akademische Laufbahn abgeschlossen und möchte sich auch im späteren Berufsleben stetig weiterbilden. Während sie nicht mehr so viel Wert auf das Erreichen einer Führungsposition legen, wünschen sie sich jedoch Fachlaufbahnen zu durchlaufen und anhand von projektbezogenem Arbeiten neue Fähigkeiten zu erlernen.

Generation X Generation Y
Arbeitszeiten Möchte einen geregelten Arbeitstag Arbeitet so viel sie kann und will
Unternehmenszugehörigkeit Hohes Maß an Loyalität dem eigenen Unternehmen gegenüber Ist stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen
Feedback Wünscht sich Feedback in regelmäßigen Abständen Erwartet sofort Feedback
Selbstständigkeit Braucht Vorgaben Hinterfragt alles und will selbstständig arbeiten
Finanzen Geld bedeutet für diese Generation Freiheit Geld ist für diese Generation bloß Mittel zum Zweck

Was kommt nach der Generation Y?

Kaum dass sich der Arbeitsmarkt an die Bedürfnisse der einen Generation angepasst hat, steht doch schon die nächste bereit und wartet auf ihren Eintritt ins Berufsleben. Die sogenannte Generation Z, die zweite Generation der Digital Natives, unterscheidet sich wiederum zu ihren Vorgängern, was die Erwartungen an die Arbeitswelt betreffen. Auch in diesem Fall müssen sich Arbeitgeber wieder deutlich machen, mit welchen Benefits und Arbeitsmodellen sie Nachwuchskräfte begeistern und langfristig halten können.

Bildquelle: DisobeyArt/shuttertsock.com, livertoon/shutterstock.com, Rawpixel.com/shutterstock.com

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Kerstin Reese Kerstin Reese
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