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Recruiting – Warum Personalbeschaffung immer wichtig ist

Veröffentlicht am Freitag, den 22. Dezember 2017

Im War for Talents lässt der Begriff des Recruitings die Köpfe der Personaler rauchen: Wieso ist es so schwer für Unternehmen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken? Sind die Bewerber anspruchsvoller geworden? Suchen Unternehmen an der falschen Stelle nach dem passenden Kandidaten oder der passenden Kandidatin? Spielen gleich mehrere dieser oder anderer Dinge zusammen?

Angriff oder Rückzug?

Früher waren es die Bewerber, die um eine Arbeitsstelle kämpfen mussten. Heute sind es die Personaler, die in den War for Talents ziehen. Aber woher rührt diese Entwicklung, der sogar ganze Studien gewidmet wurden? Ganz klassisch lassen sich natürlich unter anderem der Fachkräftemangel und der demografische Wandel in der Gesellschaft hierfür verantwortlich machen. Arbeitgeber sind permanent auf der Suche nach jungen Nachwuchskräften, die durch ihr Know-how zum Unternehmenserfolg beitragen und gleichzeitig mit ihren Werten und Zielen zum Betrieb passen – Stichwort „Cultural Fit“. Recruiting ist natürlich vor allem dann wichtig, wenn innerhalb der Personalplanung auffällt, dass weiteres Personal für die anstehende Arbeit benötigt wird. Das Recruitment kann intern ablaufen, denn manchmal macht es beispielsweise Sinn, bereits angestellte Mitarbeiter entsprechend zu schulen und mit anderen Aufgaben zu betrauen. Vielleicht bietet es sich auch an, den Praktikanten in eine Festanstellung zu übernehmen? Häufiger findet natürlich das externe Recruiting statt – und hier gibt es unzählige Möglichkeiten, erfolgreich geeignete Bewerber zu finden.

Was sind Recruiting-Maßnahmen?

Personaler gehen verschiedenste Wege, um passende Kandidaten ausfindig zu machen. Bevor Stellenanzeigen geschrieben und rausgeschickt werden, empfiehlt sich zunächst ein Blick in die firmeneigenen Datenbanken. Womöglich verstecken sich unter den ehemaligen Bewerbern ja schon die richtigen Kandidaten für die zu besetzenden Positionen, was Zeit und Geld einspart. Da aber noch immer der War for Talents wütet, kann es durchaus sein, dass ein qualifizierter Bewerber bereits woanders eingestiegen ist. Betreibt man ein starkes Employer Branding und erscheint als attraktiver Arbeitgeber, dreht sich das Personalkarussell aber eventuell weiter. Stellenanzeigen in Jobportalen schalten, einen unternehmenseigenen Online-Assessment-Test einpflegen oder Active Sourcing in den sozialen Medien betreiben: In diesen Fällen wird der Personaler nun vollends aktiv. Was allen Maßnahmen gemeinsam ist? Es handelt sich um Online-Recruiting.

Wie funktioniert E-Recruiting?

Wieso Recruiting vorrangig online ist, liegt auf der Hand: Generation Y und Generation Z tummeln sich als wichtige Nachwuchskräfte im Internet. Als Digital Natives ist es für sie ganz natürlich, die Karrierehomepage oder den Blog einer Firma zu besuchen oder bei Fragen in sozialen Netzwerken zunächst mit einem Chatbot Vorliebe zu nehmen, bis dann der Mensch dazu kommt. Sogenannte Social Bots gibt es auch in der Personalbeschaffung. Sie werden aber nur in der Anfangsphase eines Auswahlverfahrens genutzt, denn der Bot ist hier ausschließlich Arbeitserleichterung für den Personaler und fungiert nicht als Ersatz desselben. Digitale Personalbeschaffung – schön und gut. Vergessen sollte man aber nicht, dass junge Bewerber nicht mehr den Desktop-Computer oder den Laptop nutzen. Vielmehr ist das Smartphone inzwischen der treue Begleiter geworden. Zu Recruiting-Trends zählt also auch das Mobile Recruiting. So können sich Interessierte ganz einfach per Handy um einen Job bewerben.

Welche Vorteile gibt es beim E-Recruiting?

  • Kostengünstig (wenn Plattform bereits vorhanden)
  • Zeitsparend (wenn Plattform bereits vorhanden)
  • Einfaches Ändern oder Aktualisieren der Daten
  • Menschen aus aller Welt oder vorab definierte Zielgruppen erreichen
  • Bewerbungen und Kontaktaufnahme sind leicht möglich
  • Einbindung von Videos und Links
  • Elektronische Vorauswahl bedeutet weniger Aufwand für Personaler

Wie kann die Mitarbeiterzufriedenheit das Recruitment vereinfachen?

Wer im Online-Recruiting aktiv ist und immer wieder den einen oder anderen passenden Kanal nutzt, macht beim Recruitment schon sehr viel richtig. Trotzdem sollte man auch die Wirkung von Mitarbeitern als Influencern in Bewerbungsverfahren nicht unterschätzen. Der Grund: Bewerber messen der Meinung aktueller Mitarbeiter des Unternehmens eine hohe Bedeutung zu. Problematisch wird es für Arbeitgeber allerdings, wenn die Angestellten unzufrieden sind. Wird diese Emotion nach außen transportiert, gestaltet sich der War for Talents für Unternehmen noch schwieriger als er es eh schon ist.

Personaler dürfen sich nicht nur auf das Recruiting versteifen, sondern sollten auch Zeit und Geld in die Personalentwicklung investieren. Denn hier kommt es dann zu einer Win-win-Situation: Mitarbeiter absolvieren zum Beispiel Fort- und Weiterbildungen und greifen danach auf einen größeren Wissensfundus zurück, der dem Unternehmen zugutekommt und gleichzeitig die Zufriedenheit der Mitarbeiter stärkt. Weiteres, stärkendes Mittel: Social Benefits. Aber Vorsicht – Teamevents, zum Beispiel After-Work-Partys, sollten nicht so häufig stattfinden, dass sie für die Angestellten zum lästigen Pflichtprogramm werden. Fühlen sich die Mitarbeiter wohl, transportieren sie dies nach außen, was eine Hilfe fürs erfolgreiche Online-Recruitment neuer Mitarbeiter ist.

Bildquelle: Ink Drop/shuttertsock.com, Pressmaster/shutterstock.com

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Kerstin Reese Kerstin Reese
Dep. Head of Sales / Agenturbetreuung
Talent Platforms

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